Horizont 2050: Versorgungssicherheit bei konsequentem Klima- und Ressourcenschutz

Ein aktuelles Weltenergie-Szenario zeigt auf, wie die globalen CO2-Emissionen von heute 30 Milliarden Tonnen pro Jahr bis zur Mitte des Jahrhunderts auf rund zehn Milliarden Tonnen pro Jahr gesenkt werden könnten. Eine so einschneidende Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen gilt als notwendig, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Laut Studie ist dieses Ziel bei konsequentem Ausschöpfen der Möglichkeiten zur effizienten Energienutzung und verstärktem Ausbau Erneuerbarer Energien vereinbar mit dem Bevölkerungswachstum sowie einem weltweiten Zugang aller Menschen zur Stromversorgung, mit einem insgesamt sicheren und bezahlbarem Energieangebot und sogar mit dem weltweitem Wirtschaftswachstum.

Bei hinreichendem politischem Willen können demzufolge im Jahr 2050 im Weltmaßstab fast 80 Prozent des Strombedarfs und rund 70 Prozent des Wärmebedarfs aus regenerativen Quellen gedeckt werden. Ganze Kontinente wie Lateinamerika können auf erneuerbare Energien umgestellt sein. Im Verkehr können mittelfristig Biokraftstoffe und längerfristig ein wachsender Anteil von Elektromobilität zur Ablösung der fossilen Rohstoffe beitragen.

Frage 1)
Wie beurteilen Sie die Relevanz des aktuellen Weltenergie-Szenarios des DLR und der in diesem dargelegten Zielwerte für das Jahr 2050 für die Deutsche Energie- und Klimaschutzpolitik? An welchen anderen Szenarien und Zielwerten richten Sie ggf. das energiepolitische Programm Ihrer Partei aus? (einschließlich IEA, OECD, EU).

Frage 2)
Wie weit halten Sie für Deutschland eine Profilierung als Vorreiternation beim Klima- und Ressourcenschutz für erstrebenswert und machbar; und welchen Koordinations- und Kooperationsbedarf sehen Sie für die deutsche Politik im internationalen Kontext? Erwachsen daraus neue Chancen und Vorteile für unser Land?

Frage 3)
Mit welchen Maßnahmen wollen Sie die auf dem Weg zu einem nachhaltigen Energiesystem geforderten technologischen Fortschritte zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur Ausweitung der Nutzung alternativer Energieträger befördern? Wie ist das Wechselverhältnis zu sehen zwischen fiskalpolitischen Maßnahmen, Ordnungsrecht und Selbstverpflichtungen?

Horizont 2050: Versorgungssicherheit bei konsequentem Klima- und Ressourcenschutz

Ein aktuelles Weltenergie-Szenario zeigt auf, wie die globalen CO2-Emissionen von heute 30 Milliarden Tonnen pro Jahr bis zur Mitte des Jahrhunderts auf rund zehn Milliarden Tonnen pro Jahr gesenkt werden könnten. Eine so einschneidende Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen gilt als notwendig, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Laut Studie ist dieses Ziel bei konsequentem Ausschöpfen der Möglichkeiten zur effizienten Energienutzung und verstärktem Ausbau Erneuerbarer Energien vereinbar mit dem Bevölkerungswachstum sowie einem weltweiten Zugang aller Menschen zur Stromversorgung, mit einem insgesamt sicheren und bezahlbarem Energieangebot und sogar mit dem weltweitem Wirtschaftswachstum.

Bei hinreichendem politischem Willen können demzufolge im Jahr 2050 im Weltmaßstab fast 80 Prozent des Strombedarfs und rund 70 Prozent des Wärmebedarfs aus regenerativen Quellen gedeckt werden. Ganze Kontinente wie Lateinamerika können auf erneuerbare Energien umgestellt sein. Im Verkehr können mittelfristig Biokraftstoffe und längerfristig ein wachsender Anteil von Elektromobilität zur Ablösung der fossilen Rohstoffe beitragen.