Horizont 2050: Versorgungssicherheit bei konsequentem Klima- und Ressourcenschutz
Ein aktuelles Weltenergie-Szenario zeigt auf, wie die globalen CO2-Emissionen von heute 30 Milliarden Tonnen pro Jahr bis zur Mitte des Jahrhunderts auf rund zehn Milliarden Tonnen pro Jahr gesenkt werden könnten. Eine so einschneidende Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen gilt als notwendig, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Laut Studie ist dieses Ziel bei konsequentem Ausschöpfen der Möglichkeiten zur effizienten Energienutzung und verstärktem Ausbau Erneuerbarer Energien vereinbar mit dem Bevölkerungswachstum sowie einem weltweiten Zugang aller Menschen zur Stromversorgung, mit einem insgesamt sicheren und bezahlbarem Energieangebot und sogar mit dem weltweitem Wirtschaftswachstum.
Bei hinreichendem politischem Willen können demzufolge im Jahr 2050 im Weltmaßstab fast 80 Prozent des Strombedarfs und rund 70 Prozent des Wärmebedarfs aus regenerativen Quellen gedeckt werden. Ganze Kontinente wie Lateinamerika können auf erneuerbare Energien umgestellt sein. Im Verkehr können mittelfristig Biokraftstoffe und längerfristig ein wachsender Anteil von Elektromobilität zur Ablösung der fossilen Rohstoffe beitragen.